Social Netzwerke X.0

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Gebildete wenden sich von den sozialen Netzwerken ab.


Unter dieser Zwischenüberschrift schreibt Oliver Georgi am 24.05.2016  in der FAZ über den Einfluss von Social Bots (Software – Roboter) auf das Internet.
Quelle: https://www.faz.net

Der Chatbot Tay von Microsoft hatte es auf Twitter in kürzester Zeit auf über 75.000 Follower geschafft, und sie hätte noch deutlich mehr bekommen können, hätten ihre Programmierer nicht die Notbremse gezogen und den Account gelöscht. Tay hatte sehr schnell schlechten Umgang kennen gelernt und dementsprechend auf Twitter agiert.

Bots beeinflussen in sozialen Netzwerken Meinungen. Die Überprüfung ob ein Mensch oder ein Bot gepostet hat, ist technisch möglich, aber praktisch nicht durchführbar. Social Bots passen sich rasend schnell an und greifen z.B. bei Leserdebatten in sozialen Netzwerken ein und beeinflussen dort die Meinungen. Kampagnen, wo gezielt große Meinungsmengen zum Schaden von Personen, Institutionen oder Firmen manipuliert werden, passieren jetzt schon.

Welche Szenarien sind in der Zukunft vorstellbar?

Simon Hegelich, Professor für Political Science Data an der TU München schreibt in dem
FAZ Artikel:

"Die Folgen dieser Entwicklung sind schon jetzt verheerend – nicht nur für die sozialen Netzwerke, sondern für das Selbstverständnis des gesamten Netzes. Wie soll noch Authentizität, wie Wahrhaftigkeit vermittelt werden, wenn alles unbemerkt manipulierbar ist? Wem soll man im Netz noch glauben, wenn man stets befürchten muss, dass die Information oder die Meinung, die man gerade liest, nicht von einem Menschen, sondern von einer Maschine stammt, die ihr Fähnchen entweder nach dem gut zahlenden Auftraggeber oder nach der neuesten Erregungskurve eines beliebigen Mobs ausrichtet?"

"Noch weiter geht der Zukunftsforscher Matthias Horx: Er prophezeit, dass die zunehmende Radikalisierung nicht nur der sozialen Netzwerke immer mehr Nutzer ganz aus dem Internet vertreiben wird. Horx nennt das den „digital backlash“: Je mehr das Internet verkommt, desto mehr Menschen verändern ihr kommunikatives Verhaltensmuster und emanzipieren sich wieder von ihm. Ein „Offline-Trend“, vergleichbar der Verzichtserklärung auf zu viel Fett oder Massentierhaltung. Danach, glaubt Horx, werde eine aufgeklärte, selbstreflexive Wiederannäherung an das Netz beginnen, die vom anfänglichen vorbehaltlosen Rausch gründlich geheilt ist. „Schon jetzt geht der Trend in den Diskursen
wieder eindeutig zu mehr körperlicher Nähe“, sagt Horx."
Quelle  Oliver Georgi
„Die Gebildeten wenden sich von den sozialen Netzwerken ab.“
Wirtschaftliches Fazit: Wer das Internet mit als Marketingkanal nutzt, ist gut beraten, diese Trends zu verfolgen und in die Unternehmensstrategie einfließen zu lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das sozialen Netzwerk „Slack“.

Am besten kann man die Zukunft vorhersagen, wenn man sie selbst gestaltet.
Alan Kay
Pike  Interessanter Artikel · 25.05 um 13:35
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