Businessplan

die VM Unternehmensberatung führt professionelle Wirtschaftsberatungen in Soest, Warstein, Lippstadt, Dortmund und Hamm durch. Die Themen sind 1. digitalisierung im Vertriebs Marketing, 2. Führungswesen im Personalbereich, 3. Fördermittelberatung. Wir wenden uns an KMU, Freiberufler, Ärzte und Existenzgründer. Wir sind zugelassen für: 1.Potentialberatung, 2.BAFA Unternehmensberatung, 3.UnternehmenswertMensch, 4.Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW)
Businessplan oder Geschäftsmodell? – Das ist hier die Frage!  

Das Geschäftsmodell nimmt in der aktuellen Gründungsforschung und der Praxis eine immer wichtigere Rolle ein. Heißt dies jedoch, dass das Geschäftsmodell den Businessplan verdrängt? Über den Sinn und Unsinn von Businessplänen streiten sich Forscher und Autoren. Fakt ist, dass Sven Ripsas 1996 als Geschäftsführer des Existenzgründer-Institut Berlin e.V. den wohl ersten deutschen Businessplan-Wettbewerb in Deutschland startet. Im Jahr 2008 erscheint die Arbeit „Der Businessplan als Instrument der Gründungsplanung – Möglichkeiten und Grenzen“ in der eben jener Sven Ripsas als einer von drei Autoren zu dem Fazit gelangt, dass die formale Qualität von Businessplänen nicht automatisch zu einem größeren Unternehmenserfolg führt. Es ist schnell zu erkennen, dass die gezogene Bilanz eher nüchtern ausfällt und man annehmen kann, dass die Kritik an formalen Businessplänen in dieser Zeit gewachsen ist. Günter Faltin zählt zu den prominenten Kritikern des Businessplans in Deutschland und sieht das Problem in der detailgenauen Planung der Geschäftsergebnisse bestimmter Perioden. In seinem Buch „Kopf schlägt Kapital“ bringt Faltin ein besonders plakatives Beispiel, in dem er die Situation eines Start-up mit einem Fußballspiel vergleicht. Faltin bezeichnet es als unsinnig, einen Spielstand in einer bestimmten Minute vorherzusagen, obwohl das Fußballspiel in verhältnismäßig einfachen und stabilen Konfigurationen stattfindet: das Spielfeld ist klar definiert, auf beiden Seiten spielen elf Spieler, auch die Spielregeln sind vorher bekannt und ändern sich im Verlauf nicht. Die Situation für ein Gründungsunternehmen ist jedoch eine ganz andere, denn schon das Spielfeld ist nicht klar definiert und steht möglicherweise in Verbindung zu anderen parallelen Spielfeldern wo ähnlich Produkte angeboten werden, mit denen es zu konkurrieren gilt. Die Zahl der Spieler ändert sich ständig, es kommen sogar neue Mannschaften hinzu oder andere verabschieden sich. Hinzu kommt, dass die Planung über mindestens drei Jahre eine Reihe von weiteren Unbekannten mit sich bringt. Es sollte aus der Sicht von Faltin deutlich einfacher sein, ein Fußballspiel vorherzusagen, als Annahmen für ein Start-up in einem Businessplan zu treffen. Doch was ist der Ausweg? Kann das Geschäftsmodell den Businessplan wirklich ersetzen? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Viele Start-ups können auf den Businessplan nicht verzichtet, da die Arbeitsagentur, die Stellen für Förderungen oder die Banken die Einreichung eines Businessplans fordern. Aber vielleicht kann das Geschäftsmodell den Gründern und Gründerinnen helfen, den Erfolg der gegründeten Unternehmen zu steigern. Man könnte sich überlegen, wie das Geschäftsmodell als Grundlage des benötigten Businessplans zum Einsatz kommen kann. Ansätze dazu liefert beispielsweise Faltin mit dem Entrepreneurial Design oder Osterwalder und Pigneur mit der Business Model Canvas. In weitern Teilen dieses Blogs schauen wir uns Businesspläne und Geschäftsmodelle näher an und machen auf die Knackpunkte aufmerksam und erläutern die Vor- und Nachteile.  

Von Dipl. Kfm. Michael Czopp
WhatsApp an Institut für Mittelstandsförderung - VM Unternehmensberatung - Dipl. Ök. Volker Maiwald schreiben
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